Zwei-Topf-Modell & Holding
Topf 1: Das operative Unternehmen
Hier werden Umsätze erwirtschaftet und laufende Verpflichtungen erfüllt. Gemeinkosten, Entgelt und Mitarbeiterleistungen werden wirtschaftlich aufeinander abgestimmt. Benötigte Liquidität für den Betrieb und seine Reserven bleibt im Blick.
Topf 2: Langfristiger Vermögensaufbau
Mittel, die nicht für den laufenden Betrieb oder private Ausgaben benötigt werden, können langfristige Ziele unterstützen. Eine Holding ist eine Gesellschaft, die Beteiligungen an anderen Gesellschaften hält. Wie Gewinne übertragen und anschließend eingesetzt werden können, wird individuell geprüft.
Wo liegt die mögliche steuerliche Wirkung?
Für bestimmte Beteiligungserträge zwischen Kapitalgesellschaften können steuerliche
Begünstigungen gelten. Ihre Voraussetzungen unterscheiden sich von der Besteuerung operativer Gewinne und anderer Kapitalerträge. Auch eine spätere Ausschüttung an Sie privat hat eigene steuerliche Folgen.
Wie hilft das bei Mitarbeiterleistungen?
Kostenoptimierung kann laufende Spielräume für bAV, bKV oder Benefits eröffnen. Eine passende Unternehmensstruktur kann zusätzlich langfristige Finanzierungsziele unterstützen. Eine Holding übernimmt jedoch nicht automatisch die laufenden Versorgungskosten. Mitteltransfers und Verpflichtungen müssen rechtlich, steuerlich und wirtschaftlich abgestimmt werden.
Wann lohnt sich eine Prüfung?
Wenn nachhaltig Gewinne vorhanden sind, private Entnahmen begrenzt werden können und ein langfristiger Aufbau geplant ist. Gründung, laufende Verwaltung, Steuern und mögliche Umstrukturierungskosten gehören in den Vergleich. Für manche Unternehmen ist eine einfachere Lösung geeigneter.
